Warum forscht ein TGA-Planer zu Produktivität?
Die Fragen dieser Forschung sind nicht am Schreibtisch entstanden, sondern im eigenen Büro.

Zwanzig Jahre Fachplanung und Projektleitung in der Gebäude- und Energietechnik, zehn Jahre Geschäftsführung eines TGA-Planungsbüros mit über 100 Mitarbeitenden — und zwei Fragen, die in dieser Zeit nie zufriedenstellend beantwortet waren: Warum verlässt jemand ein Team, in das jahrelang investiert wurde? Und warum trägt ein Projekt Deckungsbeitrag und das nächste nicht, obwohl beide gleich besetzt sind?
Beantwortet wurden sie im Zweifel aus dem Bauch heraus. Kein ERP liefert die Antwort, keine Zeiterfassung: beide zeigen, was ein Projekt gekostet hat — nicht, woran es lag. Was fehlte, war ein Maßstab.
Diesen Maßstab baut Roman Fritsches-Baguhl mit der Dissertation „Produktiv Planen" an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg — und legt ihn offen, statt ihn für sich zu behalten. Parallel gibt er seit zwanzig Jahren Seminare und Trainings, mit didaktischer Zertifizierung der TU Darmstadt. Er ist Gründer des tgabar e.V. und Mitglied der AHO-Kommission Gebäudetechnik.
Das Projekt-Karussell dreht sich immer schneller
Mehr Normen, mehr Werkzeuge, mehr Schnittstellen — und am Ende des Projekts bleibt weniger übrig als geplant.

Wer vom Tisch fällt, nimmt mit, was das Büro über Jahre aufgebaut hat: Erfahrung, Bindungen, Deckungsbeitrag. Das ist die Black Box — bemerkt wird sie meist erst, wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt.
Büroleitung, Projektleitung, Fachkoordination, Fachplanung, Systemplanung, Bauüberwachung: sechs Rollen, die selten in getrennten Welten sitzen, sondern oft in denselben Köpfen. Mehr Projekte bedeuten deshalb nicht mehr Arbeit, sondern mehr Wechsel.
Zwei Plätze am Tisch bleiben leer. Die Arbeit bleibt: Sie verteilt sich auf die, die noch da sind. New Work hat daran nichts geändert, Homeoffice auch nicht.
Er sitzt noch am Tisch, aber er ist nicht mehr dabei. Innere Kündigung kostet kein Gehalt weniger — sie kostet die Ideen, die niemand mehr einbringt. Und sie geht der ausgesprochenen meist um Monate voraus.
Wer vom Tisch fällt, nimmt mit, was das Büro über Jahre aufgebaut hat: Erfahrung, Bindungen, Deckungsbeitrag.
Das ist die Black Box. Bemerkt wird sie meist erst, wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt.
Das Produktivitätsmodell der TGA-Planung
Sichtbar wird die Black Box durch einen Maßstab: vier Dimensionen und 42 Subkonstrukte, erhoben auf einer Skala von 1 bis 7 — und getrennt nach der Rolle, in der jemand arbeitet.
Erhebung t0 über alle teilnehmenden TGA-Planungsbüros, n = 169 Befragte in 9 Rollen, eingefroren am 02.09.2026. Die Werte sind auf 0 bis 100 normiert; je Zelle steht der Mittelwert der Rolle in dieser Dimension.
| Rolle | n | Potenzial | Prozess | Ergebnis | Zufriedenheit | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Büroleitung | 18 | 61 | 60 | 69 | 68 | 65 |
| Projektleitung | 34 | 58 | 56 | 68 | 64 | 62 |
| Fachkoordination | 3 | 62 | 51 | 65 | 64 | 61 |
| Fachplanung HLS | 29 | 58 | 59 | 72 | 67 | 64 |
| Fachplanung ELT | 25 | 58 | 56 | 70 | 67 | 63 |
| Fachplanung GA | 9 | 58 | 60 | 75 | 68 | 65 |
| Systemplanung HLS | 20 | 62 | 63 | 64 | 69 | 64 |
| Systemplanung ELT | 13 | 65 | 60 | 65 | 73 | 66 |
| Bauüberwachung | 18 | 65 | 72 | 74 | 75 | 72 |
Forschung → Weiterbildung → Zertifikat
Erst das Modell, das erklärt was wirkt. Dann die Seminare, die es umsetzen. Dann der Nachweis, dass jemand drangeblieben ist.
Woher wir wissen, was wirkt
Vier Dimensionen, rollenspezifisch ausgewertet. Entwickelt und validiert in der Dissertation „Produktiv Planen" an der Helmut-Schmidt-Universität. Für die Softwareentwicklung gibt es DORA. Für die TGA-Planung gab es bisher nichts.
Modell ansehen →Ein Seminar je Rolle
Fachplanung, Bauüberwachung, Fachkoordination, Projektleitung, Büroleitung — jedes Seminar aus Modulen à 3,5 Stunden, jedes Modul aus Trainings von 60 bis 90 Minuten. Derzeit 67 Trainings im Katalog.
Seminare ansehen — denn Messen ohne Training erzeugt keine Wirkung →PulsKenner · PulsTreiber · PulsMacher
Drei Stufen, die Teilnahme und Wiederholung belohnen — nicht das Messergebnis. Wer sich weiterbildet und dranbleibt, steigt auf. Öffentlich verifizierbar und auf LinkedIn nachweisbar.
Die drei Stufen ansehen — weil Entwicklung sichtbar sein sollte →Woran wir gemessen werden
Drei Zahlen, offen ausgewiesen und laufend aus der Datenbank nachgeführt. Keine davon ist eine Prognose — jede ist der heutige Stand.
Diese Büros messen und steigern ihre Produktivität
Aufbauend auf 4 Jahren PiTA-Praxis und 20 Jahren Trainer-Erfahrung — heute im tgaPULS-Framework.
Häufige Fragen
Was am häufigsten gefragt wird und wo die ausführliche Antwort steht.
Was ist tgaPULS?
tgaPULS ist ein wissenschaftlich fundiertes Rahmenwerk zur Messung der Produktivität von TGA-Planungsbüros. Es misst anhand von 42 Subkonstrukten in den vier Dimensionen Potenzial, Prozess, Ergebnis und Zufriedenheit, getrennt nach neun Organisationsrollen der Technischen Gebäudeausrüstung.
Welche Rollen bewertet die tgaPULS-Messung?
Neun Organisationsrollen: Büroleitung, Projektleitung, Fachkoordination, Fachplanung Heizung/Lüftung/Sanitär, Fachplanung Elektrotechnik, Fachplanung Gebäudeautomation, Systemplanung Heizung/Lüftung/Sanitär, Systemplanung Elektrotechnik und Bauüberwachung.
Was kostet tgaPULS?
Die tgaPULS-Messung ist kostenlos. Bezahlt werden nur die Weiterbildungen: jedes Rollenseminar hat einen Festpreis pro Person. Auf den Seminarpreis kommt keine Umsatzsteuer (§ 4 Nr. 21 UStG). Die aktuelle Preisübersicht steht auf https://tgapuls.de/preise.
Ist tgaPULS wissenschaftlich fundiert?
Ja. tgaPULS entsteht im Rahmen des Promotionsvorhabens „Produktiv Planen" von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Roman Fritsches-Baguhl an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Die Auswertung folgt der Strukturgleichungsmodellierung nach PLS-SEM; die Ergebnisse der Erhebung t0 sind als Momentaufnahme veröffentlicht.
Mehr dazu: die sieben Seminare · Preise · das Zertifikat und seine drei Stufen · Fachwissen zur TGA-Planung · Fachartikel · die Messung starten